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Die  Bürgerinitiative Gumtow gegen Tierfabrik   ist ein Zusammenschluss von BürgerInnen, die eine Hähnchenmastanlage für 400.000 Hähnchen in Gumtow, OT Heinzhof, verhindern wollen.

Die Investoren wollen im landwirtschaftlich reizvollen Dannenwalder/Kolreper Luch in Zukunft binnen 35 Tagen Eintagesküken auf 1,9 kg bringen. Wissenschaftler und Veterinäre bestätigten der BI, dass so etwas ohne reichlich Antibiotikaeinsatz, nicht zu schaffen ist.

Die Anlage wird Sporen, Bakterien und Keime emittieren. Die Orte Gumtow, Heinzhof und Bärensprung werden durch Geruch beeinträchtigt werden. Es werden nur zwei Arbeitsplätze geschaffen. Die Hauptarbeit dieser Beschäftigten besteht darin, die toten Tiere aus den Ställen zu holen. Denn je nach Hygiene, Desinfektionsstandard und Antibiotikaeinsatz sterben bis zu 10 % des Besatzes. Kein Wunder, denn die Hähnchen stehen 35 Tage in ihrem Kot, haben entzündete Füße und werden auf Brustfleisch gezüchtet. Ihr Skelett wächst nicht mit der Geschwindigkeit wie sie an Fleischwuchs zunehmen.

Die Schlacht- und Futtermittelindustrie steht hinter solchen Anlagen.

Der Kot aus der Hähnchenmastanlage soll in die benachbarte Biogasanlage gebracht werden. Nach der Vergärung kommt die Gülle auf die Felder im Umkreis. Die Antibiotika, verbliebene Keime und Sporen, die durch den Gärprozess in der Biogasanlage nicht zersetzt werden, da die Temperaturen dort nicht hoch genug sind, gelangen so in die Luft, das Grundwasser und die unmittelbar angrenzende Jäglitz.

Durch die hohe Umweltbelastung, die von solch einem Betrieb ausgeht, werden kleinere bäuerliche Betriebe in Zukunft bei beabsichtigten Erweiterungen eingeschränkt. Denn die Belastungsgrenze für die Gegend ist durch eine solche Fabrik erreicht.

Auch werden die Gumtower BürgerInnen einer erheblichen Verkehrsbelastung ausgesetzt durch den laufenden An- und Abtransport von Futtermitteln, Kadavern und Tiertransporten.

Eigentümern von Häusern droht nach Inbetriebnahme der Hähnchenfabrik ein drastischer Verfall ihrer Grundstücks- und Häuserpreise. Schadensersatz hierfür gibt es nicht.

Der Markt ist bereits mit billigem Hähnchenfleisch übersättigt. Zusätzliche Mengen gehen mittlerweile in den Export. Bäuerliche Entwicklung sieht anders aus.

Was sich hier breit macht sind Agrarfabriken, die weder auf Mensch noch Tier Rücksicht nehmen.

Daher ist:  Gumtow gegen Tierfabrik